Dolmetschen im Gesundheits- und Gemeinwesen
Perspektiven, Qualifizierung & zukünftige Entwicklungen

 
 

Workshops

1. Fachkräfte arbeiten mit Dolmetscher:innen: Herausforderung und Ressourcen
Bei der Überwindung sprachlicher Barrieren haben Fachkräfte in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Behörden und Bildung mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zu kämpfen. Die Integration qualifizierter DolmetscherInnen in das Setting und in den Gesprächsablauf ist dabei aus vielerlei Gründen nicht einfach. Ausgehend von den Erfahrungen eines Modellprojekts zur Integration im Bereich frühe Bildung werden exemplarisch Lösungsansätze vorgestellt und gemeinsam erörtert.
Leitung: Amelie Kruft (Koordinatorin, Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände Hamburg)

2. Wie können sich Sprachmittler:innen (weiter) qualifizieren?
Die berufliche Tätigkeit der Sprachmittler:innen geht mit vielen Herausforderungen einher. Um diese bewältigen zu können, ist es hilfreich, die dafür notwendigen Kompetenzen auszubauen. Für Sprachmittler:innen stellen sich dabei viele Fragen: Wo gibt es Fortbildungsangebote? Welches ist für mich das richtige Angebot? Sollte ich in Fortbildungen investieren, wenn ich es lediglich als Nebenjob mache? Ausgehend von persönlichen Berichten und einer Übersicht konkreter regionaler Bildungsangebote werden diese und weitere Fragen erörtert.
Leitung: Llúcia Vivero (Diplom-Dolmetscherin, SEGEMI) / Hebah Alhaj (Dolmetscherin im Gemeinwesen)

3. Empowerment und Selbstorganisation der Sprachmittler:innen in Deutschland
Dolmetschen ist ein eher einsamer Beruf. Man kommt selten in Kontakt zu Kolleg:innen und kann sich über die unterschiedlichen Erfahrungen wenig austauschen. Sprachmittler:innen und Dolmetscher:innen im Gemeinwesen sind so gut wie nicht organisiert und haben dadurch auch keine Möglichkeit Ihre Interessen angemessen zu vertreten. Ausgehend von den persönlichen Erfahrungen sowie den Erfahrungen eines in Leipzig entstandenen Spracharbeiter*innen-Netzwerks (FAU) möchten wir die Chancen und Grenzen einer Selbstorganisation für diese Berufsgruppe gemeinsam erörtern.
Leitung: Fenna La Gro (FAU) / Rita Loumites (Dolmetscherin im Gemeinwesen)

4. Zukunftswerkstatt: Qualifiziertes Dolmetschen im Gemeinwesen in Deutschland
In Deutschland ist das qualifizierte Dolmetschen regional zum Teil sehr stark verankert. In manchen Regionen gibt es hingegen so gut wie keine Angebote oder Initiativen. Nationale Lösungen scheinen in weiter Ferne. Wie sollte sich das qualifizierte Dolmetschen in den Kommunen, den Bundesländern oder auf Bundesebene entwickeln, um die gesellschaftliche Teilhabemöglichkeit zu stärken?
Ausgehend von der über 20 jährigen Erfahrung in der Schweiz wollen wir diese und weitere Fragen gemeinsam erörtern.
Leitung: Lena Emch-Fassnach (INTERPRET Schweizerische Interessengemeinschaft für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln)